
Smarte Sektorenkopplung: Energiemanagement für Strom, Wärme & Mobilität
Maximale Unabhängigkeit erfordert eine automatisierte Verteilung Ihres selbst erzeugten Stroms. Ein Energiemanagement-System (HEMS) steuert alle Energieflüsse im Haus bedarfsgerecht und vorausschauend. Überschüssige Solarenergie wird genau dorthin geleitet, wo sie den größten wirtschaftlichen Nutzen bringt.
- Lückenlose Energie-Transparenz: Vollständige Überwachung aller Leistungsflüsse im Gebäude – vom Netzeinspeisungspunkt bis zum einzelnen Großverbraucher.
- Vorausschauende Ladestrategien: Automatisches Laden von Stromspeicher und E-Fahrzeug basierend auf aktuellen Wetterprognosen und Live-Erzeugung.
- Systemoffene Architektur: Reibungslose Kommunikation zwischen Wechselrichtern, Wärmepumpen und Ladestationen unterschiedlichster Hersteller.
Warum smarte Geräte alleinstehend oft "dumm" agieren und wertvolle Energie verschenken
Solaranlage, Speicher, Heizung und Wallbox sind für sich genommen hervorragende Systeme. Wenn sie jedoch nicht miteinander kommunizieren, verschenken Sie viel Potenzial. Dann lädt das Auto mit teurem Netzstrom, während zeitgleich ungenutzter Solarstrom ins öffentliche Netz eingespeist wird.
Ein intelligentes Energiemanagement-System (HEMS) verbindet diese einzelnen Komponenten miteinander und sorgt dafür, dass Ihr selbst erzeugter Strom automatisch genau dorthin fließt, wo er gerade gebraucht wird. So nutzen Sie Ihre Energie optimal und sparen dauerhaft Kosten.
Jedes Haus ist anders ausgestattet. Nutzen Sie unseren Smart Home Check, um uns Ihre vorhandenen oder geplanten Systeme mitzuteilen. Auf dieser Basis ermitteln wir die ideale Vernetzung für Ihr Zuhause.
Machen Sie den Smart Home Check: Wie sieht Ihr aktuelles System aus?
Damit wir genau sehen können, wo sich bei Ihnen Einsparpotenziale verbergen, brauchen wir einen kurzen Überblick. Wählen Sie im folgenden Formular einfach aus, welche Geräte bei Ihnen schon im Einsatz oder für die Zukunft geplant sind
- 1Ihre Technik
- 2Ihre Wünsche
- 3Wohin sollen wir das Konzept senden?
Direkter Vergleich: Was leistet Ihre Haustechnik mit und ohne HEMS?
Wenn Solaranlage, Wärmepumpe und Speicher nicht digital miteinander vernetzt sind, verschenken Sie im Alltag wertvolles Potenzial. Die folgende Übersicht zeigt Ihnen an ganz konkreten Beispielen, wie eine intelligente Steuerung Ihre Energieflüsse optimiert, das Stromnetz im Haus schützt und den entscheidenden Unterschied bei Kosten und Komfort macht.
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
E-Auto laden
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Ineffizient: Lädt sofort mit voller Leistung, auch wenn der Strom teuer ist.
Smart: Lädt nur bei PV-Überschuss oder günstigem Börsenpreis.
Wärmepumpe
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Läuft oft abends mit Netzstrom, wenn die PV-Anlage schläft.
Aktiv: Speichert PV-Strom tagsüber als Wärme im Estrich für die Nacht.
Stromtarif
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Fester Preis (z.B. 35 Cent), egal ob die Sonne scheint.
Dynamisch: Nutzt Börsenpreise (bis zu 15 Cent) für automatische Ladung.
Netzbezug im Winter
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Hoch (ca. 70-80 %), da Speicher oft leer steht.
Optimiert: Lädt Speicher nachts billig aus dem Netz nach (Arbitrage).
Überlastung (Sicherung)
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Risiko hoch, wenn Auto + Herd + WP gleichzeitig laufen.
Sicher: Drosselt Verbraucher automatisch (Peak Shaving).
Transparenz
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
3 verschiedene Apps, keine Gesamtübersicht.
Alles in einer App: Volle Kontrolle über alle Energieflüsse.
Stromkosten-Ersparnis
Ihre Geräte heute (Ohne Vernetzung)
Ihr Haus mit einem smarten HEMS
Basis-Ersparnis durch PV.
Zusätzlich 30-40 % Ersparnis durch intelligente Steuerung.
Die Einsparungen basieren auf der Nutzung eines dynamischen Stromtarifs und der intelligenten Verschiebung von Lasten (Auto, Wärme) in günstige Zeitfenster.
Häufige Fragen zum Energiemanagement HEMS
Sie sind sich unsicher, ob ein Energiemanagement zu Ihren vorhandenen Geräten passt oder ab wann sich die smarte Steuerung wirtschaftlich lohnt? Wir haben die wichtigsten Antworten rund um das Zusammenspiel von Strom, Wärme und E-Mobilität übersichtlich für Sie zusammengefasst.
Was passiert, wenn das Internet ausfällt?
Was passiert, wenn das Internet ausfällt?
Ein gutes HEMS arbeitet lokal („Edge Computing“). Die Grundfunktionen wie PV-Überschussladen oder die Speichersteuerung laufen auch ohne Internet weiter. Lediglich Komfort-Features wie die Wetterprognose-basierte Ladung oder der Abruf aktueller Börsenpreise fallen kurzzeitig weg, bis die Verbindung wieder steht.
Kann ich das System manuell übersteuern?
Kann ich das System manuell übersteuern?
Ja, absolut. Die Automatik ist der Standard, aber Sie haben immer das letzte Wort. Wenn Sie das E-Auto sofort vollladen müssen, weil Sie spontan wegwollen, drücken Sie in der App einfach auf „Boost“ oder „Sofort laden“. Das System ignoriert dann die Sonnen-Regeln und zieht mit maximaler Leistung aus dem Netz.
Lohnt sich ein HEMS auch für kleine Anlagen?
Lohnt sich ein HEMS auch für kleine Anlagen?
Sobald Sie zwei steuerbare Großverbraucher haben (z.B. E-Auto und Wärmepumpe) oder einen Batteriespeicher besitzen, amortisiert sich das HEMS schnell. Durch die intelligente Steuerung holen Sie pro Jahr oft mehrere hundert Euro Mehrwert aus Ihrer Anlage. Bei reinen Einspeise-Anlagen ohne Speicher und E-Auto ist der Nutzen geringer.
Brauche ich dafür auch eine Smart-Home-Lichtsteuerung?
Brauche ich dafür auch eine Smart-Home-Lichtsteuerung?
Nein. Das HEMS ist spezialisiert auf das Energiemanagement (Strom & Wärme). Es kann vollkommen unabhängig von Ihrer sonstigen Hausautomation (Licht, Jalousien, Musik) laufen. Wenn Sie aber bereits ein System wie KNX oder Loxone nutzen, können wir das HEMS natürlich nahtlos dort integrieren.
Wissenswertes: Expertenwissen zu Energiemanagement-Systemen
Intelligenz statt Zufall: Die Kernfunktionen eines HEMS
Dynamische Stromtarife: Die Revolution am Energiemarkt
Der klassische Stromvertrag mit festem Arbeitspreis (z.B. 30 Cent/kWh rund um die Uhr) ist ein Auslaufmodell der alten Energiewelt. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien schwanken die Erzeugungskosten extrem – von negativen Preisen bei Sturm bis zu teuren Phasen bei Dunkelflaute.
Mit einem modernen Smart Meter Gateway (iMSys) und einem dynamischen Tarif können Sie diese Schwankungen nutzen. Unser HEMS automatisiert diesen Prozess komplett:
- Das Winter-Szenario: Ihre PV-Anlage liefert im Dezember kaum Ertrag. Ein „dummes“ System würde jetzt teuren Netzstrom beziehen, wann immer er gebraucht wird. Unser HEMS checkt die Börsenpreise für den nächsten Tag. Es erkennt: „Morgen früh zwischen 4 und 6 Uhr ist der Strom wegen starkem Wind extrem billig (z.B. 12 Cent).“
- Die Strategie: Das System lädt Ihren Hausspeicher in diesem günstigen Zeitfenster voll. Wenn Sie um 7 Uhr aufstehen und Kaffee kochen (Strompreis dann vielleicht 40 Cent), versorgt Sie Ihr Speicher mit dem billigen Windstrom aus der Nacht.
- Das Ergebnis: Sie senken Ihre Reststromkosten („Graustrom“) um weitere 30-40 %, ohne dass Sie Ihr Verhalten ändern müssen.
Schnittstellen-Kompetenz: EEBus, Modbus & Co.
Die größte Herausforderung im Smart Home ist nicht die Hardware, sondern die Sprache der Geräte. Viele Hersteller versuchen, geschlossene Ökosysteme zu bauen. Wir bei Nexron setzen auf offene Standards und Interoperabilität.
Wir sind Experten für die gängigen Protokolle:
- Modbus TCP/RTU: Der Industriestandard für die schnelle Kommunikation mit Wechselrichtern und Zählern.
- EEBus: Der moderne Standard für die Kommunikation zwischen Haushaltsgeräten (z.B. Bosch/Siemens) und dem Netz.
- SG-Ready (Smart Grid): Eine einfache, aber robuste Schnittstelle für Wärmepumpen, um Betriebszustände (Normal, Anlauf, Zwangsladung) zu schalten.
- OCPP: Das Standard-Protokoll für Wallboxen, um Ladevorgänge zu steuern und abzurechnen.
Egal ob Sie einen Wechselrichter von SMA, eine Wallbox von Wallbox.com oder eine Wärmepumpe von Viessmann haben – wir finden die passende „Übersetzer“-Hardware (z.B. SolarManager, Loxone, Home Assistant oder herstellereigene Energy Meter), um eine zentrale Steuerung zu realisieren.
Nachrüstung im Bestand: Muss ich Wände aufreißen?
Ein häufiges Vorurteil ist, dass man für ein Smart Home neu bauen oder kilometerweise Kabel ziehen muss. Das ist für ein HEMS meist falsch.
Das Herzstück ist in der Regel ein kleiner Controller (Hutschiene), der im Zählerschrank oder in der Unterverteilung installiert wird. Die Kommunikation mit den Geräten erfolgt oft über das bestehende LAN (Netzwerkkabel) oder stabil über WLAN. Für die Verbindung zur Wärmepumpe im Keller nutzen wir oft vorhandene Leerrohre für ein dünnes Steuerkabel oder setzen auf Funk-Lösungen, wo Kabel unmöglich sind.
Selbst alte Bestandsanlagen (Ü20) lassen sich oft einbinden, indem wir einfach intelligente Messklemmen (Shelly, Smart Meter) nachrüsten, die dem System sagen, was die alte Anlage gerade produziert. So wird aus „Alt und Dumm“ ganz schnell „Modern und Smart“.
Monitoring & Visualisierung: Energiewende in Ihrer Tasche
Ein HEMS spart nicht nur Geld, es macht Energie sichtbar. Über die zentrale App haben Sie jederzeit den vollen Durchblick:
- Wie viel Strom produziere ich gerade?
- Wie viel davon geht ins Auto, wie viel in den Speicher?
- Wie hoch ist mein Autarkiegrad diesen Monat?
- Was verbraucht meine Wärmepumpe im Detail?
Diese Transparenz hilft Ihnen, stille Verbraucher zu entlarven (Standby-Fresser) und Ihr Energiebewusstsein zu schärfen. Viele unserer Kunden berichten, dass der Blick in die Energie-App zum täglichen Ritual wird – es macht einfach Spaß zu sehen, wie man dem Energieversorger ein Schnippchen schlägt.










